Dienstag, 3. Februar 2026

Computer Sperren!

Computer Sperren!

Ihr starkes Passwort ist nutzlos, solange Sie diese zwei Tasten nicht drücken 


Windows + L: Bildschirm sperren

 

Warum „Bildschirm sperren“ im Arbeitsalltag entscheidend ist

Ein kurzer Gang zum Drucker, ein paar Worte im Flur oder schnell einen Kaffee holen. Der Rechner bleibt an, der Bildschirm offen – man ist ja gleich wieder zurück.Genau diese alltäglichen Situationen gehören zu den häufigsten Sicherheitslücken im Büroalltag. Nicht aus Nachlässigkeit, sondern aus Gewohnheit.
Ein entsperrter Bildschirm bedeutet in diesem Moment: Alles, worauf Sie Zugriff haben, ist grundsätzlich sichtbar und nutzbar. Dazu gehören unter anderem E-Mails und interne Kommunikation, Fachanwendungen und Kundensysteme sowie personenbezogene Daten von Kunden oder Kolleginnen und Kollegen.
Dabei geht es nicht um Misstrauen gegenüber anderen, sondern um den verantwortungsvollen Umgang mit Informationen, die Ihnen im Rahmen Ihrer Tätigkeit anvertraut wurden.

Das Risiko wird häufig unterschätzt

Viele denken bei einem offenen Bildschirm an neugierige Blicke. Tatsächlich ist das Risiko deutlich größer.
Ein entsperrter Rechner ist ein direkter Zugang in das Unternehmensnetzwerk – mit Ihrer Identität und Ihren Berechtigungen.
In solchen Situationen reichen oft wenige Sekunden, um Schaden anzurichten. Möglich sind zum Beispiel:
  • das Starten von Programmen oder Skripten in Ihrem Namen
  • das Einstecken manipulierter USB-Geräte, die automatisch Befehle ausführen
  • das Öffnen von Hintertüren, die später unbemerkt genutzt werden
Da der Rechner bereits angemeldet ist, greifen viele Schutzmechanismen nicht. Für das System sieht es so aus, als hätten Sie selbst gehandelt.

„Bei uns passiert so etwas nicht“ – ein gefährlicher Gedanke

Sicherheitsvorfälle entstehen selten durch Vorsatz.
Meist spielen ganz alltägliche Faktoren eine Rolle: Zeitdruck, Unterbrechungen, ein vertrautes Arbeitsumfeld oder die Annahme, dass niemand etwas „Böses“ tun würde.
Genau deshalb ist das Thema so relevant. Informationssicherheit scheitert nicht an Technik, sondern an kleinen, wiederkehrenden Routinen.

Warum Unternehmen hier klare Vorgaben machen müssen

Unternehmen sind verpflichtet, Informationen und personenbezogene Daten vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Dazu gehört auch, dass Rechner bei Abwesenheit gesichert werden.
Ein offener Bildschirm ist daher kein Kavaliersdelikt, sondern ein echter Sicherheitsverstoß – mit möglichen rechtlichen und organisatorischen Folgen.
Für Mitarbeitende bedeutet das vor allem Schutz:
  • Schutz der eigenen Arbeit und Verantwortung
  • Schutz von Kunden, Partnern und Kollegen
  • Schutz des Unternehmens als Ganzes

Die automatische Sperre ist nur ein Sicherheitsnetz

Viele Rechner sperren sich nach einigen Minuten automatisch. Das ist sinnvoll, aber nicht ausreichend.
In wenigen Minuten kann bereits:
  • auf sensible Daten zugegriffen werden
  • Software installiert oder manipuliert werden
  • Schaden entstehen, der erst viel später auffällt
Die automatische Sperre hilft – ersetzt aber nicht das eigene Handeln.

Eine einfache Gewohnheit mit großer Wirkung

Echte Sicherheit entsteht durch eine klare Routine:
Beim Aufstehen wird der Bildschirm gesperrt. Immer. Ohne Ausnahme.
Nach kurzer Zeit geht diese Bewegung automatisch ins Muskelgedächtnis über:
  • Windows: Windows-Taste + L
  • macOS: Ctrl + Cmd + Q
Diese wenigen Sekunden schützen nicht nur Daten, sondern auch Sie selbst.
Informationssicherheit ist kein abstraktes IT-Thema.
Sie beginnt dort, wo Sie jeden Tag arbeiten – an Ihrer Tastatur.


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