Mittwoch, 3. Januar 2018

Cloud oder nicht - Was gehört alles zum Cloud Computing?

Cloud Computing ist für Sie kein Thema? Irrtum! Mit großer Wahrscheinlichkeit sind Sie bereits seit Jahren Cloud-Nutzer, auch wenn Sie sich dessen nicht bewusst sind. Hier finden Sie Beispiele für eine unbewusste Cloud-Nutzung.


Was ist Cloud Computing überhaupt?


Die Cloud ist in aller Munde, kaum ein Bericht über moderne IT oder IT-Security erwähnt nicht Cloud Computing. Trotzdem ist vielen nicht bewusst, was genau unter Cloud Computing zu verstehen ist, und damit, was alles zur Cloud gehört. Dadurch denken viele Unternehmen und Privatanwender oft auch gar nicht an die Datenschutzvorgaben, die bei der Cloud-Nutzung zu beachten sind.

Cloud-oder nicht - Was gehört alles zum Cloud Computing?

Vielleicht haben auch Sie bei der Lektüre unseres gestrigen Beitrags "EU-DSGVO - Was ändert sich für Cloud-Nutzer?" gedacht, „Cloud Computing betrifft mich nicht, blättere ich also weiter.“ Nun lesen Sie heute schon wieder von der Cloud - und dies aus gutem Grund! Sehr wahrscheinlich sind Sie Cloud-Nutzer, auch wenn Sie Cloud Computing gar nicht aktiv ausgewählt haben.




Unter Cloud Computing versteht man jede Nutzung von IT-Ressourcen über das Internet, also auch die Nutzung von Anwendungen, die nicht lokal installiert, sondern über den Browser genutzt werden.

Typische Cloud-Anwendungen


Viele denken bei Cloud Computing zuerst an Speicherdienste aus der Cloud, auch Cloud Storage genannt. Wer keinen Cloud-Speicherdienst wie Dropbox, Apple iCloud, Google Drive oder Microsoft OneDrive nutzt, meint deshalb, die Cloud nicht zu verwenden. Das stimmt aber gar nicht. Hier sind drei Beispiele dafür.

1. Die Cloud über den Browser


Haben Sie ein E-Mail-Konto bei Ihrem Provider, und rufen Sie Ihre E-Mails über den Browser ab? Dann nutzen Sie Web-Mail. Web-Mail ist aber letztlich nichts anderes als Cloud-Mail, also die Nutzung von E-Mail-Diensten über das Internet und damit aus der Cloud. Ihre E-Mails liegen also in einer Cloud, wenn Sie das Web-Mail-Angebot Ihres Providers nutzen.

Genauso verhält es sich bei Kalenderdiensten, die Sie über Ihren Browser verwenden, und bei vielen anderen Anwendungen, die Sie mittels Browser bedienen.

2. Die Cloud über das Betriebssystem


Die Cloud kann aber auch über das Betriebssystem kommen. Verwenden Sie zum Beispiel Windows 10, nutzen Sie ganz automatisch ein sogenanntes Cloud-basiertes Betriebssystem.

Die meisten der neuen Betriebssysteme verwenden Komponenten, die in einer Cloud liegen, oder sie sind eng mit einer Cloud verknüpft. Das passiert, indem sie zum Bei-spiel als Standardspeicherort einen Cloud-Speicher vorsehen und nicht etwa das lokale Endgerät, also beispielsweise den PC, den Sie nutzen. Selbst wenn Sie den Standardspeicherort verändern, wird das Betriebssystem mit einer Cloud verbunden bleiben.

3. Die Cloud über das Smartphone und das Tablet


Nicht nur Smartphones und Tablets, deren Speicherplatz nicht über eine Speicherkarte erweiterbar ist, sind eng mit Clouds verbunden. Die Liste der installierten Apps, der Bildschirmhintergrund, die persönlichen Einstellungen – das sind nur einige Beispiele von Daten, die in einer Cloud vorgehalten werden. Das erleichtert den Umzug von einem Smartphone auf ein anderes. Aber dadurch liegen Ihre Daten in der Cloud.

Viele Wege führen in die Cloud


Sie sehen also: Viele Wege führen in die Cloud. Davon sind viele nicht willentlich und bewusst gewählt, sondern eine Folge des gewählten Betriebssystems oder des Endgeräts. Anwendungen, die sich überall nutzen lassen und nur einen Browser vorausset-zen, sind ebenfalls in den meisten Fällen aus der Cloud.

Machen Sie sich deshalb mit dem Datenschutz in der Cloud vertraut. Sie sind mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Cloud-Nutzer. Sie sollten sich deshalb auch unseren gestrigen Beitrag durchlesen: "EU-DSGVO - Was ändert sich für Cloud-Nutzer?"

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Frage: Wer keine Daten im Internet speichert, nutzt auch keine Cloud. Stimmt das?

a. Ja, denn dann liegen ja alle Daten im Netzwerk oder auf dem Endgerät.
b. Nein, denn Cloud-Speicher sind nur ein Beispiel von Cloud Computing. Es gibt noch viele andere Formen von Cloud-Diensten.

Lösung: Die Lösung b. ist richtig. Bezieht man IT-Dienste über das Internet, nutzt man eine Cloud. Es müssen keine Speicherdienste sei. Es können auch Anwendungen wie E-Mail oder der Kalenderdienst sein. Der Datenschutz in der Cloud sollte deshalb für alle Internetnutzer ein Thema sein.

Frage: Nur wenn ich eine Anwendung über den Browser nutze, ist eine Cloud im Spiel. Stimmt das?

a. Ja, lokal installierte Anwendungen haben mit der Cloud nichts zu tun.
b. Nein, auch lokale Applikationen können eine Verbindung zur Cloud haben.

Lösung: Die Antwort b. ist auch hier richtig. Selbst Anwendungen, die man auf sei-nem Endgerät installiert, können mit einer Cloud verknüpft sein.

Ein Beispiel sind Office-Programme, die die gemeinsame Arbeit an einem Dokument unterstützen oder die eine Dokumentenbearbeitung von jedem Gerät aus anbieten. Solche Anwendungen speichern die Dokumente in einer Cloud ab, sodass mehrere Nutzer oder Geräte zugreifen können. Somit wandern auch vertrauliche Dokumente in eine Cloud, wenn man nicht aufpasst. Wichtig ist es dann immer, den Datenschutz der jeweiligen Cloud zu hinterfragen. Nur datenschutzkonforme, sichere Clouds sollten zum Einsatz kommen.

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Thomas Ströbele

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